Pferdeklinik am Kirchberg GmbH


Arthroskopie

Arthroskopie

Das Arthroskop ist ein spezielles Endoskop, das bei einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) eingesetzt wird.

Das Arthroskop wird nach Auffüllen des Gelenks mit Flüssigkeit über eine Stichinzision in das entsprechenden Gelenk eingeführt, notwendiges Instrumentarium über einen weiteren Zugang (Arbeitskanal) kontralateral.

Diagnostische Arthroskopie

Darunter versteht man das Betrachten und Untersuchen eines Gelenkes mittels Arthroskopie ohne therapeutische Maßnahme.

Eine reine diagnostische Arthroskopie ist seit Einführung der MRT nur noch selten indiziert.

 

 

Therapeutische Arthroskopie

Diese wird bei Verletzungen oder degenerativen Veränderungen in Gelenken angewandt. Als therapeutische Maßnahmen können Knorpelläsionen geglättet werden (Shaversystem), das Gelenk gespült, ausgerissene Knorpelfragmente entfernt werden, Bänder und Menisken entfernt bzw getrennt, geglättet oder genäht werden. Hierzu ist neben dem Arthroskop ein weiterer Zugang zum Gelenk für das entsprechende Werkzeug notwendig.

Durch die Arthroskopie wurde die minimal-invasive Chirurgie in vielen Bereichen erweitert.

 

 

Stationäre Aufnahme zur Arthroskopie

Allgemeine Informationen zur Aufnahme und zum stationären Aufenthhalt finden Sie hier.

 

Arthroskopie - Indikation

Die OCD (Osteochondrosis dissecans) ist eine klassische Indikation zur Arthroskopie.

Als OCD bezeichnet man freie Körper im Gelenk - zunächst handelt es sich dabei meist um abgeschilferte Gelenkknorpelfragmente, die aber mit der Zeit auch verknöchern können. Im Gelenk können diese Fragemente (umgangssprachlich: "Chips") zu weiteren Schäden führen. Meist wird der "Chip" dann im Zusammenhang einer Röntgen-Untersuchung z.B. bei einer Ankaufsuntersuchung oder bei einer schon bestehenden Lahmheit diagnostiziert.

Im Unterschied zur OCD, bei der man davon ausgeht, dass genetische und fütterungsbedingte Faktoren die Ursache sind, kann es auch durch Absprengfraturen zu freien Knochenfragnenten im Gelenk kommen.

Im Rahmen der Arthroskopie können solche Knorpel-/Knochenfragmente entfernt werden.

Nach einer Arthroskopie bleiben die Pferde in der Regel für 5-7 Tage in der Klinik stationär. In dieser Zeit erhalten die Pferde eine Antibiose.

Ein Ziehen der Fäden ist nicht notwendig, da wir bei diesen Operationen ausschliießlich resorbierbares Nahtmaterial verwenden.

Nach etwa einer Woche kann der Patient mit einem Schutzverband nach Hause entlassen. 

Eine begleitende Therapie richtet sich je nach Diagnose und klinischem Befinden.

Das Bewegungsprogramm sollte immer in Rücksprache mit uns oder Ihrem weiter-behandelnden Haustierarzt erfolgen.

Im Normalfall empfehlen wir nach einer Arthroskopie, eine Boxenruhe von 2 Wochen. In dieser Zeit sollte das Pferd ausschließlich zum Putzen aus der Box genommen werden.

Im Anschluss daran, kann das Pferd dann beginnend mit 10 Minuten Schritt an der Hand geführt werden. Dieses Programm wird innerhalb weiterer 1-2 Wochen auf 1 Stunde Schritt gesteigert. 

In der 3. Phase wird das Pferd langsam wieder antrainiert.

Bei vorausgegangener Lahmheit sollte eine Verlaufskontrolle durch Ihren Tierarzt stattfinden.